DAS PROGRAMM 2026
Konstruktionsleiter-Forum
SPOTLIGHT
28. Oktober 2026
Vogel Convention Center Würzburg

28. Oktober 2026 - Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT und Abendveranstaltung
8:30 - 9:00 Uhr
Check-in und Kaffee/Business-Frühstück
9:00 - 9:05 Uhr
Begrüßung und Einführung

Ute Drescher
Chefredakteurin konstruktionspraxis

Jan Vollmuth
Redakteur konstruktionspraxis
KEYNOTE-VORTRAG
9:05 - 9:35 Uhr
Don't miss the deadline – MVO & CRA: Was Konstruktionsleiter bis 2027 wirklich umsetzen müssen
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Die Uhr läuft.
Mit dem Geltungsbeginn der neuen Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 im Januar 2027 und den bereits schrittweise wirksam werdenden Anforderungen des Cyber Resilience Act (EU) 2024/2847 stehen Konstruktions- und Entwicklungsleiter vor der größten regulatorischen Veränderung im europäischen Maschinenbau seit Einführung der CE-Kennzeichnung.
Was viele Unternehmen noch als reine Weiterentwicklung bestehender Pflichten betrachten, verändert die Produktentwicklung grundlegend. Safety und Cybersecurity müssen künftig von Beginn an gemeinsam gedacht werden, mit unmittelbaren Auswirkungen auf Entwicklungsprozesse, Konformitätsbewertung und den Marktzugang.
Unvollständige Risikobeurteilungen, inkonsistente Sicherheitsfunktionen oder fehlende Konzepte für Software- und Updatefähigkeit, sind keine reinen Schwächen mehr, sondern potenzielle Markteintrittsbarrieren und können künftig zu Vertriebsverboten, Rückrufen, Bußgeldern und erheblichen Haftungsrisiken führen.
Diese Keynote zeigt, wo Unternehmen heute die größten Lücken haben, warum bestehende Entwicklungsprozesse den neuen Anforderungen häufig nicht mehr genügen und weshalb „Weiter so“ keine Option mehr ist. Gleichzeitig wird deutlich gemacht, welche konkreten technischen und organisatorischen Maßnahmen jetzt erforderlich sind, um die Anforderungen umzusetzen.
Der Vortrag ist ein Weckruf: Wer Safety und Cybersecurity weiterhin getrennt denkt, riskiert nicht nur die Konformität seiner Maschinen, sondern die Zukunftsfähigkeit seiner Produkte im europäischen Markt.

DEKRA Testing and Certification
9:35 - 10:00 Uhr
Safety vs. Security: Unterschiede verstehen, Gemeinsamkeiten nutzen
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Die Risikoanalyse ist das handwerkliche Herzstück jeder Produktentwicklung im Maschinenbau. Während Safety-Risikobeurteilungen nach ISO 12100 seit Jahren etabliert sind, folgen Security-Risikoanalysen nach IEC 62443 einer fundamental anderen Logik: Statt physischer Gefährdungen stehen Bedrohungsakteure, Angriffsvektoren und Schwachstellen im Fokus.
Dennoch teilen beide Disziplinen einen gemeinsamen prozessualen Kern – und genau hier liegt der Schlüssel für Konstruktionsleiter, die ihre Teams methodisch für die integrierte Betrachtung von Safety und Security rüsten müssen.
Dieser Vortrag beleuchtet die grundlegenden Unterschiede beider Ansätze, zeigt die methodischen Gemeinsamkeiten in der Systematik und gibt Konstruktionsleitern einen praxisorientierten Rahmen an die Hand, wie Safety- und Security-Risikoanalyse im Entwicklungsprozess sinnvoll verbunden werden können – als Vorbereitung auf die Anforderungen der Maschinenverordnung (MVO) und des Cyber Resilience Act (CRA).
IBF Solutions
10:00 - 10:25 Uhr
(pr)EN 50742 in der Praxis – Wie Steuerungen MVO-konform gegen Korrumpierung geschützt werden
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Mit der neuen Norm EN 50742 konkretisiert sich erstmals der regulatorische Anspruch, Maschinen systematisch gegen „Korrumpierung“ – also unbefugte externe Eingriffe über Schnittstellen, Netzwerke oder Cloud-Anbindungen – abzusichern. Im Kontext der EU-Maschinenverordnung 2023/1230 verschiebt sich damit der Fokus: Sicherheit ist integraler Bestandteil der Maschinenarchitektur und des gesamten Engineering-Prozesses.
Der Vortrag zeigt praxisnah, wie sich diese Anforderungen auf Konstruktion, Systems Engineering und Risikobeurteilung auswirken, welche Herausforderungen sich bei Retrofit-Projekten ergeben und warum Traceability unverzichtbar wird.
Ein Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen auf Verifikation, Validierung sowie FAT/SAT: Die Abnahme wandelt sich von der Funktionsprüfung zur auditierbaren Beweisführung.
Ziel ist es, konkrete Handlungsansätze für eine wirtschaftliche und normkonforme Umsetzung zu vermitteln.

Omron
10:55 - 11:20 Uhr
Continuous Compliance – CRA-Anforderungen kontinuierlich messbar machen
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KI verändert die Softwareentwicklung grundlegend: Mit zunehmender Autonomie – von KI-Assistenz bis hin zu weitgehend autonomen Agenten – entsteht Software heute in Tagen statt in Monaten. Gleichzeitig stellen Regularien wie der EU Cyber Resilience Act (CRA) umfassende Compliance-Anforderungen: Wer schnell liefert, muss ebenso schnell nachweisen können, dass jede Version konform ist. Manuelles Zusammensuchen von Nachweisen wird damit zum Engpass – für jedes Produkt, jede Version, im Zweifel auf Zuruf des Auditors.
Der Vortrag zeigt am Beispiel des CRA, wie Compliance-Prüfungen als fester Bestandteil des Entwicklungsprozesses etabliert werden können: automatisiert, versionsbezogen und im selben Takt wie die Releases. Mit dem CRA Compliance Portal des Fraunhofer IEM wird demonstriert, wie aus Anforderungen konkrete, jederzeit aktuelle Nachweise entstehen – Continuous Compliance statt Sammel-Marathon.

Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM
11:20 - 11:45 Uhr
Wesentliche Veränderung unter dem CRA: Was passiert, wenn ein Hersteller sein Produkt updated – und wer trägt die Verantwortung?

Pilz
11:45 - 12:10 Uhr
SBOM, Vulnerability Management & Patch-Strategie – Die unsichtbare Pflicht im Produktlebenszyklus
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Regularien, Normen und Standards wie der Cyber Resilience Act (CRA) oder NIS/2 sind nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung von Produkten herausfordernd. Vielmehr werden Hersteller und Integratoren in die Pflicht genommen, ihre Produkte über den gesamten Lebenszyklus hinweg auf potentielle Schwachstellen zu überwachen und insbesondere bei kritischen Sicherheitslücken zeitnah zu reagieren. Insbesondere der Cyber Resilience Act (CRA) schreibt deshalb verpflichtend die Nutzung von Software Bill of Materials (SBOM) als Basis für das Vulnerability Management vor. Doch hiermit beginnt erst die eigentliche Herausforderung – wie kann auf Basis dieser Informationen ein Vulnerability Management und darauf aufbauend eine Patch-Strategie umgesetzt werden, welche die gesetzlichen Vorgaben erfüllt? Im Vortrag werden diese und daraus abgeleitete Fragen nicht nur diskutiert, sondern es werden anhand eines praxisnahen Beispiels – dem Vulnerability Management für ctrlX OS – Lösungsansätze aufgezeigt.

Bosch Rexroth
12:10 - 13:10 Uhr
Mittagspause mit Besuch der Ausstellung
13:10 - 13:35 Uhr
CRA aus Sicht einer Prüfstelle: Do's & Don'ts für Konstruktionsleiter
Erfahrungen aus der Praxis, typische Fehler und bewährte Vorgehensweisen auf dem Weg zur CRA-Compliance.
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Sobald eine Maschine digitale Elemente enthält, entscheidet die Konstruktion über CRA-Konformität mit – bei jeder Stückliste, jedem Lastenheft, jedem Änderungsantrag. Aus Sicht einer unabhängigen Prüfstelle zeigt der Vortrag, woran Produkte in Assessments wirklich scheitern, und macht daraus konkrete Do’s and Don’ts für Konstruktionsleiter: bewährte Vorgehensweisen für Entwicklungsprozess, Zukaufteile und Dokumentation – und die ersten Schritte für morgen. Denn CRA-Compliance entsteht nicht im Audit, sondern am Konstruktionsarbeitsplatz.

TÜV SÜD
SPOTLIGHT LABS
13:35 - 14:35 Uhr
Spotlight Labs – Von der Frage zur Lösung

Phoenix Contact
OT-Security in der Elektrokonstruktion: Was muss ins Schaltschrankdesign – und wer entscheidet das?

Fraunhofer IEM
Security by Design: Wie integrieren wir CRA-Pflichten, ohne den Entwicklungsprozess zu lähmen?

TTTech Digital Solutions
Bestandsmaschinen CRA-ready machen: Unsere Erfahrungen, unsere Lösungsansätze

N.N.
Inhalte folgen in Kürze
SAFETY TALK
15:05 - 15:35 Uhr
Fragen der Teilnehmer an die Referenten und den Themenbeirat
Moderation:

Ute Drescher
Chefredakteurin konstruktionspraxis

Jan Vollmuth
Redakteur konstruktionspraxis
15:35 - 15:45 Uhr
Zusammenfassung und Ausblick

Ute Drescher
Chefredakteurin konstruktionspraxis

Jan Vollmuth
Redakteur konstruktionspraxis
19:00 - 22:00 Uhr
Networking-Event im Maschinenhaus im Bürgerbräu Würzburg mit feinem Essen, kühlen Getränken und Entertainment. Freuen Sie sich auch auf einen besonderen Impulsvortrag:
Bionik für Entscheider: Mit den Denkwerkzeugen der Natur zur nächsten Produktgeneration
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Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Innovation bedeutet oft, Komplexität zu reduzieren. Prof. Dr. Claus Mattheck, einer der weltweit führenden Experten für Biomechanik, beweist, dass die Natur die komplexesten statischen Probleme mit verblüffend einfachen Prinzipien löst. Dieser Vortrag richtet sich an Führungskräfte in der Entwicklung, die Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz nicht nur als Schlagworte, sondern als konstruktiven Auftrag verstehen. Mattheck entmystifiziert die Bionik und macht sie als handfestes Werkzeug für den modernen Maschinenbau und die Produktentwicklung nutzbar. Ein Plädoyer für intelligentes Design, das Materialverschwendung stoppt und die Belastbarkeit maximiert.
29. Oktober 2026 - Konstruktionsleiter-Forum im Vogel Convention Center Würzburg
9:00 - 16:45 Uhr
Konstruktionsleiter-Forum
Produktentwicklung neu denken - Das Konstruktionsleiter-Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für die Herausforderungen der Produktentwicklung des 21. Jahrhunderts sensibilisieren sowie Lösungen aufzeigen. Dazu gehören praxisorientierte Tools und Methoden, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.
Durch die Veranstaltung leiten Sie:

Ute Drescher
Chefredakteurin konstruktionspraxis

Monika Zwettler
Redakteurin konstruktionspraxis
* Änderungen vorbehalten





